Praxis für klassische Homöopathie - Freiburg

"Die ... zweckmäßigste Lebensordnung beruht auf Entfernung solcher Genesungs-HIndernisse und dem Zusatz des hie und da nöthigen Gegentheils ..." § 261

Die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Budwig

Die Öl-Eiweiß-Kost basiert zu einem entscheidenden Anteil auf einem "Ölwechsel" für den Organismus.
Dr. Johanna Budwig erklärt in der Einleitung zu ihrem Buch*: "Das Fundament der gesamten Nahrungsverwertung ist zerstört, wenn die hoch aktiven natürlichen Fette durch die entnervten, gegen Sauerstoff stabilen, künstlich veränderten fettigen Substanzen "ersetzt" werden. Diese Hemmstoffe im Organismus sind heute die Hauptursache der meisten Erkrankungen. Hilfe bietet der richtige Einsatz der hoch aktiven Nahrungsfette, wie sie im Leinöl und entsprechenden Streichfetten in optimaler Form vorliegen. Wichtig ist die richtige Harmonie der Fette mit der Eiweißnahrung, die Öl-Eiweiß-Kost." (Kost, S 7)

Die beiden Hauptbestandteile der Öl-Eiweiß-Kost sind Leinöl und Quark.

Der wertvolle Öllieferant ist der vielseitige Lein, der es in sich hat: Seine Faser wird als Stoff verwendet, seine Samen helfen bei der Verdauung und durch seine Lignane ist er ein Phytoöstrogen und damit hormonwirksam.
Leinöl ist so gesund, weil es ca. 55% Alpha-Linolensäure enthält, eine sogenannte mehrfach ungesättigte essentielle Omega-3-Fettsäure (ALA), die der Körper nicht selbst bilden kann, sondern mit der Nahrung aufnehmen muss. Unser Organismus wandelt diese Alpha-Linolensäure teils zu hochwertigen, ebenfalls wichtigen Omega-3-Fettsäuren, DHA und EPA, um. Mit zwei Esslöffeln Leinöl pro Tag ist unser Organismus schon mal sehr gut versorgt.
Alle 3 Omega-3-Fettsäuren sind unverzichtbar für den Aufbau der Zellwände und wichtig für Gehirn, Nerven und Augen (besonders die Netzhaut). Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und regulieren die Konzentration der verschiedenen Blutfette. Dadurch können sie Bluthochdruck und Herzinfarkt vorbeugen. Sie sind gut fürs Immunsystem und hemmen die Entzündungsreaktionen im Körper.
Auf drei Teile Linolensäure kommt im Leinsamen ein Teil Linolsäure, was ein sehr gutes Verhältnis darstellt.
Und wie "lebendig" kaltgepresstes Leinöl ist, zeigt seine Empfindlichkeit auf Hitze, Sauerstoff und Licht. Seine hochwertigen Inhaltsstoffe bleiben am besten bei sorgsamer Lagerung im Kühlschrank erhalten.

In Kombination mit Quark, der schwefelhaltige Aminosäuren enthält, ist der Leinsamen ein perfekter Sauerstofflieferant für die Zellen, weil darin die selbsttätige Sauerstoffaufnahme des Organismus unterstützt wird. Diese Sauerstoffaufnahme "erfolgt in einem Wechselspiel zwischen den positiv elektrisch geladenen Schwefelverbindungen im Eiweiß und irgendeiner fettigen Substanz", … die den "elektrischen Gegenpol" bildet (**Krebs, S. 13). Dieser Vorgang stellt keine Verbindung dar sondern ein Wechselspiel und "dies ist unser Lebenselement" (Krebs, S. 21). Frau Dr. Budwig merkt weiterhin an: "Diese Energie ist … beweglich und wird leicht abgegeben." (Krebs, S. 22)

Diese Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Johanna Budwig kann ein wichtiger Baustein im Ernährungsplan Erkrankter, speziell von Krebskranken sein. Denn wenn die elektrisch aufgeladenen Fettsäuren in der Zellmembran fehlen, ist die Abschnürung der jeweiligen Tochterzelle bei der Zellteilung unterbrochen, und der Tumor entsteht.
Die Quark-Leinöl-Creme verleiht "neue Kraft, neue Lebensimpulse, Auftrieb, Gesundungskraft und Gesundungswillen". Unser Organismus benötigt deshalb wertvolle gute Fette – "sehr leicht bekömmliche, leicht verbrennbare, leicht veratembare Fette, am besten in Verbindung mit Quark, der die Fette wasserlöslicher und bekömmlicher macht". (Kost, S. 17)

Leinöl sollte bei allen täglich auf dem Speiseplan stehen - am besten auch als Quark-Leinöl-Creme.



Zitate aus Dr. Johanna Budwig:
*   Die Öl-Eiweiß-Kost, Sensei Verlag 2007
-> im Text zitiert als "Kost"
** Krebs – das Problem und die Lösung, Sensei Verlag 2008
-> im Text zitiert als "Krebs"


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